Im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, ist im Dezember die Arbeitslosigkeit jahreszeitlich bedingt angestiegen. Mit 7.534 Arbeitslosen lag die Zahl der Beschäftigungslosen zwar um 935 oder 14 Prozent , wie schon seit Monaten über dem Niveau es Vorjahres, war aber lediglich um 198 höher als im November.
,,Die günstige Witterung bis Weihnachten, die nach wie vor hohe Inanspruchnahme der Kurzarbeit durch die Betriebe, flexible Arbeitszeitregelungen, Absenken der Arbeitszeitkonten in den Minusbereich und Lohnverzicht der Arbeitnehmer haben sich auf dem Arbeitsmarkt während der vergangenen Monate stabilisierend ausgewirkt", stellt Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen fest.
Weitere Entlastungswirkungen während der Wintermonate erhofft sich Jutta Müller vom Saisonkurzarbeitergeld für Baubetriebe, da für den Schlechtwetterzeitraum 2009/2010 in ähnlichem Umfang wie im Vorjahr Anzeigen über saisonbedingten Arbeitsausfall erstattet worden sind.
Die besondere Herausforderung der nächsten Monate sieht die Agenturchefin darin, der mit 41 Prozent überproportional gestiegenen Arbeitslosigkeit bei jüngeren Arbeitnehmern unter 25 Jahren Herr zu werden. ,,Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kommt der Integration Jüngerer am Arbeitsmarkt größte Bedeutung zu", so Jutta Müller.
Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 4,3 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Vor einem Jahr hatte sie bei 3,8 Prozent gelegen.
Arbeitslosenzahl Dezember 2009 + 198 auf 7.534
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich + 935
Arbeitslosenquote Dezember 2009 4,3 Prozent
Arbeitslosenquote Dezember 2008 3,8 Prozent
Bestand offene Stellen Dezember 2009 1.572
Bestand an offenen Stellen im Vorjahresvergleich - 196
3.693 Arbeitslose aus dem Rechtskreis SGB III wurden von der Agentur für Arbeit betreut, 3.841 Arbeitslose zählten zum Rechtskreis SGB II in der Verantwortung der Arbeitsgemeinschaften für Grundsicherung (ARGEn).
Im Dezember meldeten sich 2.286 Personen arbeitslos, das waren 39 oder knapp zwei Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2.095 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 401 oder 24 Prozent mehr als vor Jahresfrist.
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat um 31 angestiegen. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist ein Anstieg um 59 oder drei Prozent zu verzeichnen.
Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist im Dezember gegenüber dem Vormonat um 46 (fünf Prozent) gestiegen und umfasst aktuell 910 Personen. Mit 265 oder 41 Prozent mehr als im Vorjahr ist diese Gruppe seit Beginn der Krise überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen. Geringe Berufserfahrung und kurze Betriebszugehörigkeit sind nach wie vor die Ursachen, dass Jüngere keine oder nur erschwerte Integrationschancen haben.
Der Anteil der Älteren ab 50 Jahren an der Arbeitslosigkeit liegt bei knapp 29 Prozent. Dies entspricht einer Zahl von 2.162 Personen. Gegenüber November bedeutet dies einen Anstieg um 67 (drei Prozent) und gegenüber Dezember 2008 um 224 (12 Prozent).
Der Stellenbestand im Bereich der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen ist gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen. Mit 1.572 offenen Stellen waren es um 112 Stellen mehr als im November (1.460). Im Vorjahresvergleich verzeichnete die Agentur einen Anstieg um 196 Stellen. Damit sind aktuell um 14 Prozent mehr Stellen im Bestand als noch im Dezember letzten Jahres. Diese Bewegung ist allerdings von geförderten Stellen, insbesondere von Arbeitsgelegenheiten beeinflusst.
Die konjunkturelle Entwicklung kann besser an den ungeförderten Stellen für ,,normale" Beschäftigungsverhältnisse abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen.
Im Jahr 2009 wurden insgesamt 7.002 ,,normale" Stellen gemeldet, 434 oder knapp sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang resultiert fast ausschließlich aus der geringen Nachfrage in der ersten Jahreshälfte bis einschließlich Juli. Seit August ist eine Stabilisierung der Nachfrage zu beobachten. Die Zugänge liegen seit diesem Zeitpunkt sogar über dem Vorjahresniveau. So lag der Zugang an ungeförderten Stellen im Dezember mit 507 um 66 oder 15 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Stellen wurden aus den Bereichen Handwerk und handwerksnahe Dienstleistungen sowie von Zeitarbeitsunternehmen, dem verarbeitenden Gewerbe und Unternehmen des Handels und Gesundheitswesens gemeldet.
Regionale Arbeitsmarktentwicklung
Hauptagentur Pfarrkirchen mit ARGE Rottal-Inn (Landkreis Rottal-Inn)
Im Landkreis Rottal-Inn ist die Arbeitslosigkeit im Dezember jahreszeitlich bedingt gestiegen. Wegen der andauernd guten Witterung fielen die Entlassungen im Bau- und Baunebengewerbe bis Weihnachten allerdings moderat aus. Teilweise haben Betriebe ihre Kündigungen zurückgezogen oder den Entlasszeitpunkt hinausgeschoben.
Die Zahl der Erwerbslosen hat sich gegenüber dem Vormonat um 156 (sieben Prozent) auf 2.284 erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 224 (elf Prozent) Arbeitslose mehr.,1.195 Personen entfielen auf den Rechtskreis SGB III, betreut von der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen. 1.089 zählten zum Rechtskreis SGB II bei der Arbeitsgemeinschaft Rottal-Inn.
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Rottal-Inn liegt im Dezember mit 3,7 Prozent um 0,2 Prozentpunkte über dem Niveau des Vormonats und gleichermaßen 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert, der im Dezember 2008 3,5 Prozent betrug.
Der Landkreis Rottal-Inn hat auch im Dezember die günstigste Arbeitslosenquote der drei Landkreise des Agenturbezirkes.
Im Dezember meldeten sich 762 Personen arbeitslos, das waren 72 Personen oder neun Prozent weniger als vor einem Jahr. Im gleichen Zeitraum konnten 604 Menschen die Arbeitslosigkeit beenden, 26 oder gut vier Prozent mehr als vor Jahresfrist.
Die Zahl der Langzeitarbeitlosen hat sich im Vergleich zum Vormonat um drei auf 513 erhöht. Verglichen mit dem Dezember 2008 waren zwei Arbeitslose mehr gemeldet.
In der Personengruppe der Jüngeren unter 25 Jahre wurden im Dezember 320 Beschäftigungslose gezählt. Mit 91 oder knapp 40 Prozent mehr als im Vorjahr ist diese Gruppe seit Beginn der Krise überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen. Geringe Berufserfahrung und kurze Betriebszugehörigkeit sind nach wie vor die Ursachen, dass Jüngere keine oder nur erschwerte Integrationschancen haben.
Bei den Älteren über 50 Jahren stieg im Dezember die Arbeitslosigkeit auf 651 an. Das waren 45 (sieben Prozent) mehr als im Vormonat und 96 (17 Prozent) mehr als im Vorjahr.
Im Landkreis Rottal-Inn ist im Vergleich zum Vormonat ein leichter Anstieg beim Bestand an offenen Stellen zu verzeichnen. Mit 465 Stellen waren es um neun (zwei Prozent) mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist der Stellenbestand um 18 Prozent gestiegen.
Diese Bewegung ist allerdings von geförderten Stellen, insbesondere von Arbeitsgelegenheiten beeinflusst.
Die konjunkturelle Entwicklung kann besser an den ungeförderten Stellen für ,,normale" Beschäftigungsverhältnisse abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen.
Im Jahr 2009 wurden insgesamt 2.578 ,,normale" Stellen gemeldet, sechs weniger als im Vorjahr. Damit liegen die Zugänge praktisch auf dem Niveau des Vorjahres. Nach einem deutlichen Rückgang in der ersten Jahreshälfte ist seit August eine Stabilisierung der Nachfrage zu beobachten. Die Zugänge liegen seit diesem Zeitpunkt sogar über dem Vorjahresniveau. So lag der Zugang an ungeförderten Stellen im Dezember mit 160 um 13 oder knapp neun Prozent über dem Vorjahreswert. Die Stellenzugänge im Landkreis Rottal-Inn kommen weiterhin vorwiegend aus den Bereichen Handwerk, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Dienstleistungen.
Geschäftsstelle Altötting mit ARGE Altötting (Landkreis Altötting)
Im Landkreis Altötting ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember nur geringfügig um 13 auf 2.567 angestiegen, was insbesondere der außergewöhnlich milden Witterung bis kurz vor Weihnachten zu verdanken ist. Darüber hinaus zeigt sich der Arbeitsmarkt trotz Wirtschaftskrise immer noch recht robust und in manchen Bereichen, vorwiegend bei Fachkräften, sogar aufnahmefähig.
Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um 450 Personen oder 21 Prozent zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,5 Prozent, nachdem sie im November 4,4 Prozent und vor einem Jahr 3,7 Prozent betragen hatte.
1.420 Arbeitslose waren bei der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III) gemeldet, auf die ARGE Altötting (Rechtskreis SGB II) entfielen 1.147 arbeitslose Menschen.
Im Dezember meldeten sich 762 Personen arbeitslos; das waren 22 (drei Prozent) mehr als im November und 16 (zwei Prozent) mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 750 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 65 (zehn Prozent) mehr als im Vormonat und 179 (31 Prozent) mehr als im Dezember letzten Jahres.
Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren stieg im Dezember erneut um zehn auf 307 an. Mit 123 oder knapp 67 Prozent mehr als im Vorjahr ist diese Gruppe seit Beginn der Krise überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen. Geringe Berufserfahrung und kurze Betriebszugehörigkeit sind nach wie vor die Ursachen, dass Jüngere keine oder nur erschwerte Integrationschancen haben. Hinzu kommt, dass gezielte Förderansätze für jüngere Arbeitslose, die im Vorjahr erfolgreich eingesetzt wurden, in diesem Jahr wegen der Finanzkrise nicht mehr in gleichem Umfang greifen.
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat im Dezember um acht (ein Prozent) auf 596 abgenommen. Sie liegt jedoch um 85 bzw. 17 Prozent über dem Vorjahresstand.
Dagegen ist die Arbeitslosigkeit der Älteren ab 50 Jahren im Dezember geringfügig um sieben (ein Prozent) auf 777 arbeitslos Gemeldete angestiegen. Deren Zahl liegt damit um 86 bzw. 12 Prozent über dem Vorjahreswert.
Im Landkreis Altötting sind die Stellenbestände gegenüber dem Vormonat erneut gestiegen. Im Berichtsmonat waren 638 Stellen im Bestand, was einer Steigerung um 22 Stellen oder vier Prozent zum Vormonat entspricht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es um 94 Stellen (17 Prozent) mehr. Diese Bewegung ist allerdings von geförderten Stellen, insbesondere von Arbeitsgelegenheiten beeinflusst.
Die konjunkturelle Entwicklung kann besser an den ungeförderten Stellen für ,,normale" Beschäftigungsverhältnisse abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen.
Im Jahr 2009 wurden insgesamt 2.238 ,,normale" Stellen gemeldet, 259 oder zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang resultiert fast ausschließlich aus der geringen Nachfrage in der ersten Jahreshälfte bis einschließlich Juli. Seit August ist eine Stabilisierung der Nachfrage zu beobachten. Die Zugänge liegen seit diesem Zeitpunkt in einzelnen Monaten sogar über dem Vorjahresniveau. So lag der Zugang an ungeförderten Stellen im Dezember mit 169 um 23 oder knapp 16 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Stellenzugänge Im Landkreis Altötting haben sich im Dezember im Bereich der Zeitarbeit weiter stabilisiert. Aber auch im verarbeitenden Gewerbe werden weiterhin Arbeitskräfte nachgefragt.
Geschäftsstelle Mühldorf mit ARGE Mühldorf (Landkreis Mühldorf)
Im Landkreis Mühldorf ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember nur geringfügig um 29 (ein Prozent) auf 2.683 angestiegen. Dies ist in erster Linie auf die bis Weihnachten außergewöhnlich milde Witterung zurück zu führen. Zudem erweist sich der regionale Arbeitsmarkt auch unabhängig von diesem Sondereffekt insbesondere in der zweiten Jahreshälfte als sehr robust. Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres hat sich die Zahl der Arbeitslosen um 261 (elf Prozent) erhöht.
1.078 Arbeitslose waren bei der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III) gemeldet, auf die ARGE Mühldorf (Rechtskreis SGB II) entfielen 1.605 arbeitslose Menschen.
Die Arbeitslosenquote lag wie im November bei 4,6 Prozent, im Vorjahr betrug sie 4,2 Prozent.
Im Dezember meldeten sich 762 Personen arbeitslos, dies waren 87 oder rund 13 Prozent mehr als im Vormonat und 17 (zwei Prozent) mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 741 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 21 (drei Prozent) mehr als im Vormonat und 196 (36 Prozent) mehr als im Dezember letzten Jahres.
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen lag im Dezember mit 787 Personen um 36 (fünf Prozent) höher als im Vormonat November. Gegenüber Dezember 2008 ist die Anzahl um 28 Personen oder rund drei Prozent gesunken.
Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren stieg im Dezember leicht um sieben auf 283 an. Mit 51 oder 22 Prozent mehr als im Vorjahr ist diese Gruppe seit Beginn der Krise überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen. Geringe Berufserfahrung und kurze Betriebszugehörigkeit sind nach wie vor die Ursachen, dass Jüngere keine oder nur erschwerte Integrationschancen haben.
Die Arbeitslosigkeit der Älteren ab 50 Jahren hat sich im Dezember gegenüber dem Vormonat um 15 (zwei Prozent) auf 734 erhöht. Im Vergleich zum Vorjahreswert ist eine Steigerung um 42 Personen oder rund sechs Prozent zu verzeichnen.
Im Landkreis Mühldorf stieg der Stellenbestand gegenüber dem Vormonat. Im Berichtsmonat waren 469 Stellen im Bestand, was einer Steigerung um 81 Stellen oder 21 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es um 31 Stellen oder sieben Prozent mehr. Diese Bewegung ist allerdings von geförderten Stellen, insbesondere von Arbeitsgelegenheiten beeinflusst.
Die konjunkturelle Entwicklung kann besser an den ungeförderten Stellen für ,,normale" Beschäftigungsverhältnisse abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen.
Im Jahr 2009 wurden insgesamt 2.186 ,,normale" Stellen gemeldet, 169 oder sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang resultiert fast ausschließlich aus der geringen Nachfrage in der ersten Jahreshälfte bis einschließlich Juli. Seit August ist eine Stabilisierung der Nachfrage zu beobachten. Die Zugänge liegen seit diesem Zeitpunkt sogar über dem Vorjahresniveau. So lag der Zugang an ungeförderten Stellen im Dezember mit 178 um 30 oder 20 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Stellenzugänge Im Landkreis Mühldorf kamen aus allen Bereichen der Wirtschaft. Handwerksbetriebe sind genauso an den Stellenmeldungen beteiligt, wie Zeitarbeitsfirmen und Arbeitgeber aus den Gesundheitsberufen und dem Gastgewerbe.

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