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Politik Region, 02.02.2010

Bekenntnisse zum Bahnausbau bei Konferenz von MdB Stephan Mayer

Dass der Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing und Weiterbau der A 94 im Bundesverkehrsministerium ,,oberste Priorität" genieße, betonte Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer am Rande einer Verkehrskonferenz zum Thema "Ortsumgehungen im Landkreis Altötting" in Burghausen.

Er kam auch der Bitte von MdB Stephan Mayer nach, sich zur viel zitierten ,,Streichliste" von Bahnausbauprojekten zu äußern. Scheuer sagte, es gebe ,,keine Streichliste". Allerdings räumte er ein, dass es seitens der Bahn ,,Hochrechnungen" gebe, was vor dem Hintergrund der knappen Kassen realisierbar sei. Dass die Bahnstrecke ins Chemiedreieck nicht zu Debatte stünde, bewiesen allein schon die Spatenstiche für die Innbrücke und die Elektrifizierung.
Seitens der regionalen Politik und der Wirtschaft wurde Scheuer trotz dieses Bekenntnisses zum Bahnausbau zu weiterem Handeln ermahnt. Burghausens Bürgermeister Hans Steindl sagte, die Planungszeiträume seien zu lange und die Finanzierungsvolumina zu gering; er fürchtete um den Standort Chemiedreieck. In diese Kerbe schlug auch Dr. Werner Goll von der Initiative ChemDelta Bavaria: ,,Die Verbesserung der Bahnanbindung ist von übergeordneter Bedeutung." Bei der Realisierung des Ausbaus sei es ,,höchste Eisenbahn".
Bezüglich der A 94 betonte Scheuer: ,,Wo Baurecht ist, da bauen wir." Über diese Aussage freuten sich Zuhörer im Burghauser Bürgerhaus vor allem auch vor dem Hintergrund, dass in naher Zukunft mit Baurecht für den Abschnitt Pastetten-Dorfen zu rechnen sei. Hierzu sagte Dr. Goll: ,,Ich habe die Hoffnung, dass wir ab 2015 oder 2016 eine vernünftige durchgängige Autobahn haben." (Aus: ANA vom 2.2.1010)

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