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Politik Bayern, 08.02.2010
FDP-Minister zur Flughafenbahn: Mühldorf u. Südostbayern stehen hinten an!
Bayerns Verkehrsminister Zeil (FDP) sieht die Airportbahn Südostbayern, mit der sog. Walpertskirchener Spange von Erding zur Mühldorfer Bahnlinie, erst im vierten und letzten Bauabschnitt der Ausbaumaßnahmen im Schienennetz zum Flughafen München.
Zeil äußerte in einem Schreiben an die Altöttinger CSU- Abgeordnete Heckner: ,,Die Walpertskirchener Spange als vierte Baustufe ist erst nach der Elektrifizierung und mindestens einem weiteren Teilausbau der ABS 38 (München- Mühldorf- Freilassing, d. R.) sinnvoll. Insoweit ist noch keine eindeutige Aussage zum Zeithorizont möglich."
Das berichtete die Passauer Neue Presse.
Südostbayern wird damit erst Jahrzehnte später an den Flughafen München angeschlossen, als alle anderen Regionen um München.
Im Gegensatz zum Norden mit Landshut, Regensburg (über die sog. Neufahrener Gegenkurve) und dem Westen bzw. der Stadt München selbst, fehlt es in Richtung Mühldorf an der Grundsubstanz:
Den im Flughafengutachten als ,,Voraussetzungen" genannten Ausbauabschnitten.
Die Gutachter setzen einen ausgebauten Schienenstrang von München Ost bis Markt Schwaben und weiter nach Hörlkofen voraus, ebenso von Obergeislbach bis Dorfen.
Alleine für diese Ausbauten sind laut der sog. ,,Streichliste" der Bahn, einem viel diskutierten ,,internen" Papier, bis 2025 keine weiteren Baumaßnahmen Richtung Mühldorf zu erwarten.
Sollte die Elektrifizierung der gesamten Strecke bis Freilassing Voraussetzung bleiben, wie Minister Zeil fordert, entstehen alleine für den Ausbauabschnitt Tüßling- Freilassing weitere Kosten in Höhe von 1,4 Milliarden für Bund, Bahn und Freistaat. Zusätzlich zu den Milliardenkosten in München, für die S-Bahn-Stammstrecke und die Flughafen-Anbindungen.
Gemeinsam mit den Begegnungsabschnitten bei Dorfen und Markt Schwaben kostet der Ausbau der ABS 38 München- Mühldorf- Freilassing somit beinahe zwei Milliarden Euro, nur um die Flughafen-Anbindung realisieren zu können.
Ich möchte folgenden Leserbrief dazu schreiben: