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Politik Region, 10.02.2010

Stephan Mayer und Staatssekretär Scheuer besuchen Nitrochemie in Aschau

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Dr. Andreas Scheuer, MdB, besuchte zusammen mit Heimatabgeordnetem Stephan Mayer die Nitrochemie Aschau GmbH in Aschau am Inn.

Beat Steuri und Thorsten Quade, Geschäftsführer der Nitrochemie, stellten den Mandatsträgern das Unternehmen in einer Kurzpräsentation mit anschließender Werksbesichtigung vor. Dabei ging die Geschäftsführung auf das operativ herausfordernde Jahr 2009 ein, in dem trotz wirtschaftlicher Stagnation durch strategische Weichenstellungen die Grundlagen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft gelegt werden konnten. Zu den Erfolgen des zurückliegenden Geschäftsjahres zählen vor allem der Abschluss eines zehnjährigen Liefervertrages mit dem Kunden BAE Systems (England) und ein Abkommen mit dem US-amerikanischen Unternehmen ATK.

Trotz der abgeschlossenen Verträge wurde seitens der Nitrochemie die erweiterte Regelung zur Kurzarbeit als besondere Stütze zum Erhalt der Beschäftigung in 2009 hervorgehoben. Dem Erhalt der Arbeitsplätze, so Beat Steuri, Vorsitzender der Geschäftsführung, kommt für die Nitrochemie oberste Priorität zu. Nur durch den vorausschauenden Einsatz der Arbeitsmarktinstrumente konnte die wirtschaftliche Krise des Jahres 2009 trotz eines Umsatzrückganges gemeistert werden. Als besonderen Erfolg hob Beat Steuri hervor, dass die Umsatzeinbußen in der zivilen Sparte der Nitrochemie deutlich unterhalb des Branchendurchschnitts liegen. Die enge und kooperative Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften ermöglichte es, bei der Nitrochemie ein Modell zu etablieren, das sowohl im Krisenjahr 2009 als auch zukünftig die Beschäftigung sichert.

MdB Stephan Mayer zeigte sich von der regionalen Ausrichtung des Unternehmens beeindruckt. So ist die dem Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern zugehörige Nitrochemie ein Arbeitgeber, dessen ca. 400 Beschäftigte zu über 85% aus dem näheren Umfeld stammen. Überdies ist ein Anteil von 42% des Beschaffungsvolumens des Unternehmens in Oberbayern ein Beweis dafür, dass wirtschaftliche Notwendigkeiten und regionale Ausrichtung nicht im Widerspruch zueinander stehen. Geschäftsführer Thorsten Quade stellte heraus, dass die Motivation und Leistung sowohl der Mitarbeiter als auch der bayerischen Partner letztlich der Schlüssel zum Erfolg im internationalen Wettbewerb seien. Einzig die demographische Überalterung der Arbeitnehmer stelle ein Problem dar, dem die Nitrochemie trotz Krise aktiv begegne. ,,Wir sind ein attraktiver, erfolgreicher und gut positionierter Arbeitgeber in Bayern und wollen dies auch zukünftig bleiben", so Thorsten Quade.

Als besondere Herausforderung im aktuell schwierigen Umfeld wurde von der Unternehmensführung auch die infrastrukturelle Situation angesprochen. Dem Ausbau der Schienen- und Autobahnanbindung kommt aus Sicht des Unternehmens bei zunehmend strengeren Umweltauflagen - auch im Transport - eine zentrale Bedeutung zu. Ausdrücklich betonte Staatssekretär Dr. Scheuer, dass die geplanten Verkehrsprojekte auch weiterhin zentraler Bestandteil zur infrastrukturellen Anbindung des Ostbayerischen Raumes seien: ,, Bundesminister Dr. Ramsauer und ich setzen uns gemeinsam mit MdB Mayer sowohl für die A94 als auch den Ausbau der Bahntrasse München-Mühldorf-Freilassing nachhaltig ein." Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist für die Unternehmen des Landkreises zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit von existenzieller Bedeutung. Der Erhalt von Arbeitsplätzen in der Region, wie beispielhaft bei der Nitrochemie geschehen, könne langfristig nur erreicht werden, wenn die erforderlichen Maßnahmen zum Wettbewerbserhalt der Unternehmen Priorität erhalten. Seitens der Landesgruppe der CSU im Bundestag würde alles getan, diese Voraussetzungen zu schaffen, unterstrich der Staatssekretär im Verkehrsministerium, Dr. Andreas Scheuer.

(wgoe)  [Druckansicht] [Leserbrief schreiben]