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Politik Region, 03.03.2010

MdB Stephan Mayer: Sexuellen Mißbrauch endlich als Verbrechen bestrafen

Anlässlich der Diskussion um eine härtere Bestrafung des sexuellen
Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen erklärt der innen- und
rechtspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag,
Stephan Mayer:

"Sexueller Missbrauch von Minderjährigen und Schutzbefohlenen gehört zu den schlimmsten Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Bisher kann der sexuelle Missbrauch eines Minderjährigen und Schutzbefohlenen jedoch nur als Vergehen (Mindeststrafe von drei Monaten Freiheitsstrafe) geahndet werden. Angesichts der schwerwiegenden traumatischen Folgen hatte die CSU-Landesgruppe bereits im Rahmen der Koalitionsverhandlungen im vergangenen Herbst eine Einstufung des sexuellen Missbrauchs von
Minderjährigen und Schutzbefohlenen als Verbrechen gefordert. Damit
verbunden wäre eine Heraufsetzung der Gefängnisstrafen.

Werden Kinder Opfer eines Missbrauchs, führen die körperlichen und
seelischen Schäden häufig zu langanhaltenden traumatischen Erfahrungen und psychischen Störungen. Dies zeigen auch die in den letzten Wochen
aufgetretenen Verdachtsfälle in Deutschland. Ich begrüße daher, dass sich die FDP-Fraktion nun unserer Auffassung angeschlossen hat. Aufgrund der aktuellen Ereignisse sehe auch ich einen dringenden Handlungsbedarf für eine Strafverschärfung."

(wgoe)  [Druckansicht] [Leserbrief schreiben]