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Politik Bayern, 03.03.2010
ÖDP hofft auf die Landwirte in Bayern
Nach dem vollständigen Versagen der verantwortlichen Politiker auf Bundes- und Europaebene in der Amflora-Frage hofft der ÖDP-Kreisvorsitzende Reinhard Retzer auf das Verantwortungsbewusstsein der bayerischen Landwirte, die Gen-Kartoffel nicht anzubauen: ,,Der Chemiekonzern BASF und maßgebliche Politiker verfügen offensichtlich über jene Grundtugend nicht, welche die bäuerliche Landwirtschaft über Jahrtausende ausgezeichnet hat: Vorausschauende Verantwortung!"
Retzer hofft, dass ,,Amflora" an dieser bäuerlichen Tugend scheitern wird. Auch wenn die manipulierte Kartoffel nicht für Nahrungszwecke gedacht sei, stelle sie einen gravierenden Eingriff in die Natur dar, der ohne Not rein aus Konzerninteressen vorgenommen wird. Die Erlaubnis zum Anbau durch die EU-Kommission sei ein trauriger Sieg des Lobbyismus über die Ethik und den Willen der Mehrheit des Volkes, kritisiert der ÖDP-Vorsitzende.
Der schwarz-gelben Regierung wies er einen maßgeblichen Anteil dieser bedenklichen Entwicklung zu. "Die FDP hat die Förderung der genveränderten Kartoffelsorte ,,Amflora" in den Koalitionsvertrag geschrieben und die Unionsparteien haben es nicht verhindert. Schon manches Gemüse hat es in früheren Jahren geschafft, ins Kabinett zu kommen, aber eine spezielle Kartoffel im Koalitionsvertrag sozusagen als Staatsziel - das ist neu, das ist Westerwelle-pur, da macht sich der Staat zum Knecht eines Chemie- Konzerns!"
sueddeutsche.de schreibt dazu: EU erlaubt Anbau der umstrittenen Knolle