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Wirtschaft Region, 01.07.2010

Erneuter Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juni

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn,
Altötting und Mühldorf umfasst, ist die Arbeitslosigkeit im Juni weiter zurückgegangen.
Mit 6.496 lag die Zahl der Beschäftigungslosen um 302 oder 4,4 Prozent
niedriger als im Mai. Gegenüber dem Juni 2009 betrug der Rückgang
1.341 Personen oder gut 17 Prozent.

,,Der erneute Rückgang der Arbeitslosigkeit ist Ergebnis der in vielen Bereichen
spürbaren konjunkturellen Erholung", kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende
der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen die neuen
Zahlen vom Arbeitsmarkt. ,,Die Arbeitslosenquote bleibt auch im Juni unter
der 4-Prozentmarke. In einigen Bereichen zeichnet sich bereits ein Fachkräftemangel ab. Dies zeigt - insbesondere auch vor dem Hintergrund der absehbarendemografischen Entwicklung - wie wichtig es für die Zukunftsfähigkeit
der Unternehmen ist, gerade jetzt in Ausbildung und Weiterbildung zu investieren."

Die Arbeitslosenquote betrug im Juni 3,6 Prozent und lag damit um 0,2 Prozentpunkte
niedriger als im Vormonat. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 4,4
Prozent gelegen; im Juni 2008 betrug sie 3,7%.
Arbeitslosenzahl Juni 2010 - 302 auf 6.496
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich - 1.341
Arbeitslosenquote Juni 2010 3,6 Prozent
Arbeitslosenquote Juni 2009 4,4 Prozent
Bestand offene Stellen Juni 2010 1.636
Bestand offene Stellen im Vorjahresvergleich + 314

2.772 Arbeitslose aus dem Rechtskreis SGB III wurden von der Agentur für
Arbeit betreut, 3.723 Arbeitslose zählten zum Rechtskreis SGB II in der Verantwortung der Arbeitsgemeinschaften für Grundsicherung (ARGEn).

Im Juni meldeten sich 1.927 Personen arbeitslos, das waren 120 oder gut
sechs Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2.218
Personen ihre Arbeitslosigkeit, 26 oder gut ein Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist mit 1.898 im Vergleich zum Vormonat
um 57 oder knapp drei Prozent zurückgegangen. Gegenüber dem Vergleichsmonat
des Vorjahres ist allerdings ein Anstieg um 75 oder vier Prozent
zu verzeichnen. Die Gruppe der Langzeitarbeitslosen profitiert damit nur
in geringem Maße vom Abbau der Arbeitslosigkeit.

Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist im Juni
gegenüber dem Vormonat um 80 (zwölf Prozent) zurückgegangen und umfasst
aktuell 589 Personen. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres
ist die Arbeitslosigkeit der Jüngeren um 407 Personen oder knapp 41 Prozent
zurückgegangen. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung bleibt die Bekämpfung
der Jugendarbeitslosigkeit für die Agentur für Arbeit, auch vor dem
Hintergrund des demografischen Wandels, im Jahr 2010 von zentraler Bedeutung.

Der Anteil der Älteren ab 50 Jahren an der Arbeitslosigkeit liegt bei gut 33
Prozent. Dies entspricht einer Zahl von 2.126 Personen. Gegenüber Mai
2010 bedeutet dies einen Rückgang um drei. Gegenüber Mai 2009 ist ein
Rückgang um 58 oder knapp drei Prozent zu verzeichnen.

Der Stellenbestand im Bereich der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen ist gegenüber
dem Vormonat leicht angestiegen. Mit 1.636 offenen Stellen waren es
um zwölf Stellen mehr als im Mai (1.624). Im Vorjahresvergleich verzeichnete
die Agentur einen Anstieg um 314 Stellen. Damit sind aktuell knapp 24
Prozent mehr Stellen im Bestand als noch im Mai letzten Jahres. Diese Bewegung
ist allerdings von geförderten Stellen, insbesondere von Arbeitsgelegenheiten
beeinflusst.

Die konjunkturelle Entwicklung kann besser am Zugang von ungeförderten
Stellen für ,,normale" Beschäftigungsverhältnisse abgelesen werden. Dabei
sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die
Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen.

Im Juni wurden insgesamt 761 ,,normale" Stellen gemeldet, dies entspricht
ziemlich genau dem Zugang des Vormonats (760). Im Vergleich zum Juni
2009, als die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich spürbar waren,
wurden um 25 % oder 154 Stellen mehr gemeldet. Dieser erneut hohe
Zugang an offenen Stellen spiegelt die allgemein positive Entwicklung auf
dem Arbeitsmarkt wider.

Der aktuelle Stellenzugang kam vor allem aus dem verarbeitenden Gewerbe.
Insbesondere stieg die Nachfrage nach Fachkräften im Bereich Metall,
Elektroberufe, Ernährungsberufe, Schreiner und Maler. Auch das Bauhauptgewerbe
(Hochbau und Ausbau) sucht verstärkt nach Fachkräften. Ebenso
ist in der Leiharbeit ein Anstieg der Stellenzugänge zu verzeichnen, insbesondere in den verarbeitenden Berufen und vorrangig Facharbeiter. Darüber hinaus wurde in den Bereichen Handel, Verkehr, Gastgewerbe und dem
Pflege- und Gesundheitswesen eine verstärkte Nachfrage nach Arbeitskräften
registriert

Ausbildungsstellenmarkt

Die Betriebe investieren weiterhin in die Ausbildung von Fachkräften. Bis
zum Stichtag im Juni 2010 wurden der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen mit
1.790 insgesamt 59 betriebliche Ausbildungsstellen mehr gemeldet als im
Vorjahr. Dies ist ein Anstieg von gut drei Prozent.

Bei den angebotenen Ausbildungsstellen waren deutliche regionale Unterschiede
zu verzeichnen. In der Region Altötting lag der Schwerpunkt bei den
Chemie- und Fertigungsberufen. Im Landkreis Mühldorf wurden überwiegend
Ausbildungsstellen aus dem Bereich Büro, Handel und der industriellen Metall-
und Fertigungsberufe angeboten. Im Landkreis Rottal-Inn verteilten sich
die Ausbildungsangebote schwerpunktmäßig auf den Bereich der Handwerksberufe.

Die Entwicklung bei den gemeldeten Bewerbern um Ausbildungsstellen verhält
sich leicht gegenläufig zu den betrieblichen Ausbildungsstellen. Hier
sank die Zahl der Bewerber gegenüber dem Vorjahr um knapp vier Prozent
von 1.905 auf 1.838. Am stärksten nachgefragt sind bei den Bewerbern betriebliche
Ausbildungsstellen in Büro- und Verwaltungsberufen sowie Berufe
im Bereich Handel.


Regionale Arbeitsmarktentwicklung

Hauptagentur Pfarrkirchen mit ARGE Rottal-Inn (Landkreis Rottal-Inn)

Im Landkreis Rottal-Inn ist im Juni die Arbeitslosigkeit nochmals geringfügig
zurückgegangen.
Insgesamt waren 2010 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. 916 wurden
im Rechtskreis SGB III bei der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen und 1094 im
Rechtskreis SGB II bei der Arbeitsgemeinschaft Rottal-Inn betreut.
Gegenüber dem Vormonat waren damit 15 (ein Prozent) weniger Beschäftigungslose
registriert. Im Vorjahr waren 393 Personen oder 16 Prozent mehr
arbeitslos.

Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber dem Vormonat unverändert bei 3,3
Prozent. Damit konnte die Vorjahresquote um 0,6 Prozentpunkte unterboten
werden. Somit hat der Landkreis Rottal-Inn die mit Abstand niedrigste Arbeitslosenquote
im Agenturbezirk.
Im Vergleich zum Juni 2008 liegt die Quote um 0,1 Prozentpunkte unter dem
damaligen Wert.

Im Juni meldeten sich 612 Menschen arbeitslos. Das waren sechs weniger
als im Vormonat, zwei Personen weniger als im Juni 2009. 617 Personen
konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden; 106 weniger als im Vorjahresmonat.
Bei den Langzeitarbeitslosen wurden im Juni 522 Erwerbslose gezählt; 4
Personen (ein Prozent) weniger als im Vormonat. Die Zahl lag um zwölf
(zwei Prozent) höher als vor einem Jahr. Der Abbau der Arbeitslosigkeit
bleibt damit bei der Gruppe der Langzeitarbeitslosen hinter dem Rückgang
der allgemeinen Arbeitslosigkeit zurück.

In der Personengruppe der Jüngeren unter 25 Jahre waren im Juni noch 222
Arbeitslose gemeldet; 14 oder knapp sechs Prozent weniger als im Vormonat
und 136 oder 38 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Damit kam die
positive Entwicklung am Arbeitsmarkt den Jüngeren erneut in besonderer
Weise zugute.

Bei den Älteren ab 50 Jahre stieg die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat
um 39 (sechs Prozent) auf 674 an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat
waren 32 (fünf Prozent) Ältere mehr registriert. Daraus ergibt sich, dass die
älteren Arbeitslosen im Vergleich zum gesamten Rückgang der Arbeitslosigkeit

im Landkreis Rottal-Inn nur in geringerem Maße profitieren konnten.
Im Landkreis Rottal-Inn bewegt sich der Bestand an offenen Stellen in etwa
auf dem Niveau des Vormonats. Mit 530 Stellen waren es um 7 geringfügig
weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres
ist der Stellenbestand um 125 Stellen oder knapp 31 Prozent gestiegen. Diese
Bewegung ist allerdings von geförderten Stellen, insbesondere von Arbeitsgelegenheiten
beeinflusst.

Die konjunkturelle Entwicklung kann besser am Zugang von ungeförderten
Stellen für ,,normale" Beschäftigungsverhältnisse abgelesen werden. Dabei
sind diese Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft
der Betriebe als Veränderungen der Bestandszahlen.
Im Juni wurden insgesamt 266 ,,normale" Stellen gemeldet. Der Zugang liegt
damit exakt auf dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahresmonat
gab es aber 49 Stellen mehr, was einer Steigerung um knapp 23 Prozent
entspricht. Der erneute hohe Zugang an Stellen lässt erkennen, dass die Betriebe
nach qualifiziertem Personal suchen, um der verbesserten Auftragslage
gerecht zu werden.

Die Stellenzugänge im Landkreis Rottal-Inn kommen weiterhin vorwiegend
aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Bau, Hotel- und Gaststättengewerbe
sowie aus dem Bereich der Dienstleistungsunternehmen.


Geschäftsstelle Altötting mit ARGE Altötting (Landkreis Altötting)

Im Landkreis Altötting ist die Zahl der Arbeitslosen im Juni in Folge der spürbaren
konjunkturellen Erholung erneut deutlich um 86 (vier Prozent) auf
2.201 zurückgegangen.
1.022 Arbeitslose waren bei der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III) gemeldet, auf die ARGE Altötting (Rechtskreis SGB II) entfielen 1.179 arbeitslose Menschen.

Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte
auf 3,8 Prozent. Die Vorjahresquote lag um 0,8 Prozentpunkte über dem aktuellen
Wert.

Im Juni meldeten sich 704 Personen arbeitslos; das waren 42 (sechs Prozent)
mehr als im Mai und 3 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten
792 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 169 (18 Prozent) weniger als im
Vormonat und 12 weniger als im Juni des letzten Jahres.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging um 45 (sieben Prozent) auf 572 zurück.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg ihre Zahl um 36 oder sieben Prozent.
Der Abbau der Arbeitslosigkeit bleibt damit bei der Gruppe der Langzeitarbeitslosen
hinter dem Rückgang der allgemeinen Arbeitslosigkeit zurück.

Die Arbeitslosigkeit der Jüngeren unter 25 Jahren ist gegenüber der allgemeinen
Arbeitslosigkeit erneut überproportional um acht Prozent (18 Arbeitslose)
auf nun 204 Arbeitslose gesunken. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies
einen Rückgang um 37 Prozent (122 Arbeitslose). Trotz dieser erfreulichen
Entwicklung bleibt die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit - auch vor
dem Hintergrund des demografischen Wandels - im Jahr 2010 von zentraler
Bedeutung.

Die Arbeitslosigkeit der Älteren ab 50 Jahren ist im Juni um 20 Personen
(knapp drei Prozent) auf 741 arbeitslos Gemeldete gefallen. Deren Zahl liegt
damit um 13 unter dem Vorjahreswert. Die älteren Arbeitslosen konnten damit
im Vergleich zum gesamten Rückgang der Arbeitslosigkeit nur in geringerem
Maße profitieren.

Im Landkreis Altötting sind die Stellenbestände gegenüber dem Vormonat
leicht zurückgegangen. Im Berichtsmonat waren 530 Stellen im Bestand,
was einem Rückgang um 13 Stellen oder 2 Prozent entspricht. Im Vergleich
zum Vorjahresmonat waren um 33 (sieben Prozent) mehr Stellen im Bestand.
Diese Bewegung ist allerdings von geförderten Stellen, insbesondere
von Arbeitsgelegenheiten beeinflusst.

Die konjunkturelle Entwicklung kann besser am Zugang von ungeförderten
Stellen für ,,normale" Beschäftigungsverhältnisse abgelesen werden. Dabei
sind diese Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft
der Betriebe als Veränderungen der Bestandszahlen.
Im Juni wurden insgesamt 202 ,,normale" Stellen gemeldet. Dies sind 55
Stellen oder 21 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Juni
2009 gab es 2 Stellenzugänge mehr.

Die Stellenzugänge werden im Landkreis Altötting weiterhin von den Meldungen
aus der Leiharbeit dominiert. Allerdings ist die Abschwächung der
Nachfrage auf diese Stellenangebote zurückzuführen. da ein großer Teil der
Nachfrage nach Leiharbeitern in den vergangenen Monaten bereits bedient
wurde. Dabei sind es vorwiegend Industriebetriebe, deren Auftragslage sich
in den letzten Monaten deutlich verbessert hat, die auf das Instrument der
Leiharbeit zurückgreifen. Aber auch im Handwerk, dem Handel und im Gastgewerbe
werden Arbeitskräfte nachgefragt. Vorrangig suchen die Betriebe
nach Fachkräften.


Geschäftsstelle Mühldorf mit ARGE Mühldorf (Landkreis Mühldorf)

Im Landkreis Mühldorf ist die Zahl der Arbeitslosen im Juni um 201 (acht
Prozent) auf 2.285 zurückgegangen. Der Rückgang der Arbeitslosen im Vergleich
zum Vorjahr betrug mit 517 Personen (19 Prozent).
835 Arbeitslose waren bei der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III) gemeldet,
auf die ARGE Mühldorf (Rechtskreis SGB II) entfielen 1.450 arbeitslose
Menschen.

Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkte
auf 3,9 Prozent. Die Vorjahresquote(4,9 Prozent) lag um einen Prozentpunkt
über dem aktuellen Wert.
Im Juni 2008 lag die Arbeitslosenquote bei 4,3 %.

Im Juni meldeten sich 611 Personen arbeitslos, dies waren 56 oder acht
Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Juni 2009 meldeten
sich 115 Personen (16 Prozent) weniger arbeitslos. Gleichzeitig konnten 809
Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 38 oder fünf Prozent weniger als im
Vormonat, jedoch 92 oder 13 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging im Juni um acht (ein Prozent) Personen
auf 804 Personen zurück. Gegenüber Juni 2009 ist ein Anstieg um 27
Personen oder vier Prozent zu verzeichnen. Die Gruppe der Langzeitarbeitslosen
profitiert damit noch nicht von der konjunkturellen Erholung.

Die Arbeitslosigkeit der Jüngeren unter 25 Jahren ist gegenüber der allgemeinen
Arbeitslosigkeit überproportional um 23 Prozent (48 Arbeitslose) auf
nun 163 Arbeitslose gesunken. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen
Rückgang um 48 Prozent (149 Arbeitslose). Trotz dieser erfreulichen Entwicklung
bleibt die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit - auch vor dem
Hintergrund des demografischen Wandels - im Jahr 2010 von zentraler Bedeutung.

Im Landkreis Mühldorf befindet sich der Stellenbestand weiterhin auf hohem
Niveau.
Im Berichtsmonat waren 576 Stellen gemeldet und somit um sechs Prozent
mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es um 156
Stellen (37 Prozent) mehr. Diese Bewegung ist allerdings von geförderten
Stellen, insbesondere von Arbeitsgelegenheiten beeinflusst.

Die konjunkturelle Entwicklung kann besser am Zugang von ungeförderten
Stellen für ,,normale" Beschäftigungsverhältnisse abgelesen werden. Dabei
sind diese Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft
der Betriebe als Veränderungen der Bestandszahlen.

Im Juni wurden insgesamt 293 ,,normale" Stellen gemeldet, 56 Stellen mehr
als im Vormonat. Im Vergleich zum Juni 2009 wurden 103 neue Stellen mehr
gemeldet, was einen Anstieg um 54 Prozent bedeutet. Damit erlebt der Stellenmarkt
im Landkreis Mühldorf weiterhin eine starke Nachfrage.

Besonders hoch war die Nachfrage nach Fachkräften, insbesondere im Baugewerbe
und im Bereich des Metall- und Elektrohandwerks. Aber auch bei
Industriebetrieben herrscht durch eine deutliche verbesserte Auftragslage ein
stärkerer Kräftebedarf, der jedoch häufig über Leiharbeiter abgedeckt wird.

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