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Gesellschaft Mühldorf a. Inn, 03.07.2010

Wasserwacht: Tipps für einen gelungenen Sommer

Landkreis Mühldorf - Nicht mehr lange, dann beginnen die großen Ferien. Viele Familien fahren ans Wasser, und besonders die Kleinsten genießen das unbeschwerte Plantsch-Vergnügen. Damit der Badeurlaub gesund und munter endet, hat die Wasserwacht ein paar praktische Tipps zusammengestellt.

Kein Sprung ins Ungewisse

Mutsprünge von hohen Brücken oder Felsen in dunkle Gewässer haben oft schlimme Folgen. Die Wasserwacht warnt davor, in unbekannte Gewässer zu springen. Das Wasser ist vielleicht nicht tief genug - oder Felsbrocken lauern unter der Oberfläche. Jedes Jahr gibt es dadurch schwere Unfälle mit lebenslangen Folgen und sogar Todesopfer.

Kein Sonnenbrand am Badestrand

Besonders Kinder haben eine helle und empfindliche Haut. Die Wasserwacht rät: Kindern in der Sonne immer lange Kleidung anziehen. Notfalls reicht auch ein T-Shirt der Eltern aus. Und besonders der Kopf und das Gesicht sollten vor Sonneneinstrahlung geschützt werden, zum Beispiel mit einer Schirmmütze. Generell gilt: Kinder immer gut eincremen, bevor es an den Strand geht. Aber auch Erwachsene sollten nur in Maßen Sonnenbaden und sich viel im Schatten aufhalten.

Nackte Füße, blanke Gefahr

Gerade an kleineren Seen oder unbewachten Ufern liegen oft kaputte Flaschen oder andere spitze Gegenstände herum. Immer wieder treten Badegäste in Scherben, und ein Schnitt in der Fußsohle ist sehr schmerzhaft. Daher rät die Wasserwacht, möglichst mit Badeschuhen ins Wasser zu gehen. Leichte Neoprenschuhe zum Beispiel schützen die Füße und stören nicht beim Schwimmen.

Warmer Tee gegen klappernde Zähne

Zu langer Aufenthalt im Wasser kann schnell zu einer Unterkühlung führen. Besonders Kinder vergessen beim Spielen im Wasser oft alles um sich herum und kühlen schnell aus. Darum sollte man darauf achten, dass Kinder sich zwischendurch immer wieder aufwärmen und trockene Sachen anziehen, rät die Wasserwacht. Aber auch Erwachsene sollten nach dem Schwimmen die Badesachen wechseln.

Insektenstich - so schützt man sich

Beim Essen von süßen Sachen ist im Sommer besondere Vorsicht geboten: Schnell wird aus Versehen eine Biene oder Wespe verschluckt, die dann im Rachenraum zusticht. Wenn der Stich anschwillt, kann es zu einer Verengung der Luftröhre und damit zu Atemnot kommen. Auf jeden Fall sollte sofort der Notarzt gerufen werden über die vorwahlfreie Notrufnummer 112. Man muss den Hals kühlen, um die Schwellung zu lindern - zum Beispiel mit einem nassen Handtuch. Grundsätzlich sollte man sehr aufmerksam sein, bevor man einen Löffel Joghurt, ein Stück Melone oder Eis in den Mund steckt. Eltern sollten ihre Kinder nicht unbeobachtet essen lassen.

Auch kühles Nass bringt Spaß

Die Wasserwacht rät großen und kleinen Badefreunden, sich vor dem Sprung ins Wasser abzukühlen. Der Körper muss sich an den Temperaturwechsel gewöhnen können, damit der Kreislauf nicht zu sehr belastet wird. Auch sollte man nicht in einem Baggersee ohne Ausrüstung tauchen. Ab einer bestimmten Tiefe hat das Wasser dort auch im Sommer nur eine Temperatur von vier Grad, die so genannte Sprungschicht. Der plötzliche Temperaturwechsel kann bis zum Kreislaufstillstand führen.

Die Wasserwachten in Deutschland retten jedes Jahr rund 200 Menschen vor dem Ertrinken und leisten mehr als 50.000 Mal Erste Hilfe. Dabei greifen sie auf rund 120.000 ehrenamtlich Aktive zurück. Natürlich leisten auch im Landkreis Mühldorf in der Freibadsaison viele ehrenamtliche Rettungsschwimmer Wachdienst in den Freibädern und an Seen, um die Sicherheit der Besucher sicherzustellen.

(afe)  [Druckansicht] [Leserbrief schreiben]