Werner Groß dankt ab. Der bisherige Kreisrat, Fraktionsvorsitzende der SPD im Mühldorfer Stadtrat und Vorsitzender von zahlreichen Mühldorfer Vereinen wird in Bogen, im Bayerwald, Realschulrektor.
Zum 1. August verlässt er die Stadt, legt Ämter und Vorsitze nieder.
Das könnte, laut Insidern, ein großes Personalkarussell in Bewegung setzen: Erster Nachrücker im Mühldorfer Stadtrat auf Groß wäre eigentlich Fritz Killermann, doch der verneint wohl, aus beruflichen Gründen.
Die nächstplatzierte der SPD- Liste, von 2008, ist Claudia Heinrich. Hinter Heinrich platziert: Die Tochter des Bürgermeisters. Sollte Heinrich die Nachfolge von Werner Groß antreten, wäre beim nächsten Ausfall Seitens der Mühldorfer SPD des Bürgermeisters Nachwuchs am Zug.
Den Mühldorfer Christsozialen der CSU schwant ein Horrorszenario: Sie erwarten insgeheim den weit über die Grenzen Mühldorfs hinaus bekannten Verbraucherschutzanwalt, Markus Saller, von der UWG als Bürgermeisterkandidaten im Jahr 2014. Und für die SPD, munkelt man, die Tochter des Bürgermeisters.
Derlei Mutmaßungen haben durch den Rücktritt von Groß, neuen Nährstoff erhalten. Groß galt bisher als rechte Hand des Bürgermeisters, kandidierte für den Bundestag, managte Knoblauchs Lieblingsprojekt, den FC Mühldorf, und das Pendant zum Verein ,,Ja zur A94"- ,,Ja zum zweigleisigen Bahnausbau".
Schon bei der Bundestagskandidatur soll Knoblauch beim plötzlichen Kandidatenwechsel der heimischen SPD seine Finger im Spiel gehabt haben.
Die Personal-Rochade im Mühldorfer Stadtrat ist voll im Gange. Für Knoblauch könnte sich die große Chance zu ergeben, seinen Namen weiterhin auf dem Türschild des Bürgermeisterzimmers im Mühldorfer Rathaus platzieren zu können.
Knoblauch selbst darf, nach derzeitiger Rechtslage, aus Altersgründen nicht mehr antreten.

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