Laut einem Bericht der financial times Deutschland (FTD) drohen den Ostdeutschen Ländern massive Einnahmeverluste im Länderfinanzausgleich durch die Volkszählung Zensus 2011.
Die FTD schreibt: ,,Grund hierfür ist eine erwartete Korrektur der Bevölkerungszahl, die nach offiziellen Schätzungen um rund 1,3 Millionen zu hoch liegt."
Weiter heißt es: ,,In Ostdeutschland war es nach 1990 zu großen Abwanderungsbewegungen gekommen. Dabei erfassten die Ämter längst nicht jeden, der in den Westen umzog. Bei Vorabtests wurden bundesweit im Schnitt vier Prozent Karteileichen in den Melderegistern entdeckt."
Hohe Einwohnerzahlen nutzen den Ländern: Jeder Bürger erhöht die Ansprüche im Länderfinanzausgleich, der die Unterschiede zwischen armen und reichen Ländern abfedern soll.
Eigentlich unvorstellbar, wie in einem Land mit vorherrschender Bürokratie ,,Karteileichen" in so hoher Anzahl unentdeckt bleiben.
München wächst
Im Mai lebten in München genau 1 368 875 Menschen.
Die tz schreibt dazu: ,,Das sind meist Studenten, die sich an der Isar bestens ausbilden lassen, gute Jobs übernehmen, sesshaft werden, oft heiraten und Kinder bekommen."
Weiter heißt es: ,,Und damit bescheren die jungen Leute der Stadt heuer noch einen Rekord: In der ersten Hälfte des Jahres kamen 7084 Babys zur Welt. Das sind laut Statistischem Amt 21 mehr als in der ersten Hälfte des bisherigen Rekordjahres 2009! ... Heuer setzt sich der Baby-Boom also weiter fort!"
Damit schwimmt München weiter gegen den Strom.
Selbst einige Landkreise um München, vor allem mit Nähe zum Flughafen, sollen mit steigenden Zuzugszahlen konfrontiert werden.
Die jungen Abwanderer kommen vielfach aus der ländlichen Region. In Ostdeutschland, dem Bayerwald und Franken ist bereits heute spürbar, dass ,,Städte ganze Wohnviertel abwracken, die Menschen überaltern und Dorfkerne veröden."

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