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Gesellschaft Bayern, 24.08.2010

Aktionsprogramm Ambrosiabekämpfung in Bayern

Das Ministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG) ruft seit 2007 jährlich in einem konzertierten Aktionsprogramm zur Bekämpfung der aus Nordamerika eingewanderten Beifuß-Ambrosie auf. Deren Pollen gehören zu den stärksten Allergie-Auslösern. Bereits ab ein bis drei Pollen pro Kubikmeter Luft reagieren stark empfindliche Personen allergisch, ab zehn Pollen je Kubikmeter reagiert die Mehrzahl der Ambrosia-sensibilisierten Personen symptomatisch (zum Vergleich: bei Birken- oder Gräserpollen wird eine Konzentration von mehr als 50 Pollen pro Kubikmeter als starke Belastung bezeichnet).

Da die Pflanze später als alle heimischen Arten (einschließlich Birke und anderer) blüht, besteht die Gefahr, dass sich die Leidenszeit der Allergiker um mehrere Wochen pro Jahr verlängert mit entsprechenden Folgekosten für das Gesundheitswesen. In dem stark betroffenen Kanada werden die Kosten pro Jahr mit 50 Millionen Dollar veranschlagt.

Ein vom StMUG gefördertes Forschungsvorhaben der Ludwig-Maximilian-Universität München hat gezeigt, dass auch hier bereits ca. 30 % der Allergiker auch gegen die Beifuß-Ambrosie sensibilisiert sind. Die Hälfte davon zeigt bereits auch klinische Symptome (Heuschnupfen, Bindhautentzündungen) bei ausreichendem Kontakt mit dem Allergen. Im schlimmsten Fall kann eine Ambrosiaallergie zu Asthma führen.

Meldungen von größeren Ambrosiabeständen

Meldungen von größeren Ambrosiabeständen (mehr als ca. 100 Pflanzen) sollen möglichst mit aussagekräftigen beschrifteten Photos (Abzüge, Ausdrucke oder CD's) bei der örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörde (Landratsamt, Stadtverwaltung) erfolgen. Die Bekämpfung größerer Bestände sollte erst nach Bestätigung und Beratung durch die Kreisverwaltungsbehörden erfolgen. Die Kreisverwaltungsbehörden melden bestätigte Bestände der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) (siehe "Weiterführende Informationen"). Ab 2009 werden die Kreisverwaltungsbehörden außerdem gebeten, zur Verlaufsdokumentation das Meldeformular "Standort-/Bekämpfungsmeldung" auszufüllen und ebenfalls an die LfL zu senden.
Meldungen von kleineren Ambrosiabeständen

Einzelpflanzen und Nester mit weniger als 100 Pflanzen reißt jeder Finder selbst aus. Kleinere Bestände (unter ca. 100 Pflanzen) - außerhalb von Hausgärten - sollen im Rahmen eines vom Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG) geförderten Forschungsprojekts bitte an folgende Adresse gemeldet werden (Internetformular und E-Mail Adresse befinden sich unten unter "Weiterführende Informationen"):

Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie
Hinter'm Alten Ort 9,
61169 Friedberg
Tel: (06031) 160 92 64

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