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Wirtschaft Landkreis Mühldorf, 25.08.2010

Anhaltend hohe Nachfrage nach Einfamilienhäusern

Bereits seit Beginn des letzten Jahres lässt sich eine stetig stärker werdende Nachfrage insbesondere nach Einfamilienhäusern - vom Reihenhaus bis zu freistehenden Haus - beobachten. ,,Im späten Frühjahr diesen Jahres konnten wir die bislang stärkste Nachfrage verzeichnen.", so Markus Luczay, Immobilienmakler in Mühldorf.

Woher kommt dieser kleine Boom, nach vielen eher schwachen Jahren auf dem heimischen Immobilienmarkt? Die Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass sich viele Privatleute Gedanken um ihr Erspartes und die weitere Entwicklung des Euro machen. So wird einerseits viel in die eigenen Wände investiert, indem renoviert, saniert und verschönert wird. Und wer noch kein Eigenheim hat, möchte gerne sein Kapital in eben einem solchen unterbringen. Die günstigen Finanzierungszinsen tun hier ihr übriges.

Betrachtet man aber die Seite der Immobilieneigentümer, erkennt man, dass diese zum gleichen Ergebnis gekommen sind: die Anlage in Immobilien ist gut und sicher. Wer also nicht verkaufen muss, tut es auch nicht und behält lieber sein ,,Betongold".

,,Was soll ich mit dem Geld aus dem Hausverkauf denn anfangen, ich bekomme ja kaum Zinsen bei der Bank." ist eine der häufig zu hörenden Argumente, warum Eigentümer sich nicht zu einem Verkauf entschließen können.

Die Zeiten dazu sind natürlich gut. Die hohe Nachfrage und das geringe Angebot haben bereits zu tendenziell steigenden Preisen geführt. Hierzu Markus Luczay: ,,Wir erleben bei Verhandlungen, dass Käufer nicht mehr so hart um den Preis feilschen. Sie sind häufig schon frustriert, weil sie kein passendes Haus finden oder ein anderer Käufer ihnen ein Angebot weggeschnappt hat. Deswegen fallen Entscheidungen schneller und es wird auch der ein oder andere Euro mehr bezahlt also noch vor einigen Monaten."

Wie lange die Situation noch anhält ist schwer auszumachen. Die Banken rechnen zum Jahresende mit anziehenden Zinsen. Gerade die sogenannten ,,Schwellenhaushalte", die aufgrund des günstigen Zinsniveaus momentan als ernsthafte Käufer auftreten können, erhalten dann vielleicht keine Finanzierung mehr und der Markt könnte sich entspannen.

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