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Leserbriefe

01.02.2008 Südostbayern braucht eine Verbesserung der Verkehrswege –
11.12.2007 Frage des politischen Willens!
05.12.2007 Vielen Dank für die Informationen!
Leserbrief schreiben
01.02.2008 Michael Wengler schreibt folgenden Leserbrief:
Südostbayern braucht eine Verbesserung der Verkehrswege –

keine anderweitige Aufstockung der Mittel im Forschungsetat!

Während immer mehr Arbeitnehmer nach München und in die große, weite Welt fahren müssen, kämpfen die Ökoparteien um Retzer & Co. gegen Ausbauten der Pendlerwege.
Kein Wunder:
Das Wählerpotential der sog. Öko-Parteien verdient meist mehr als 3000 EUR netto, davon können andere oft nur Träumen.
Diese Klientel kann sich einen hohen Benzinpreis genauso locker leisten, wie die Umrüstung des eigenen Pkws.
Der Arbeitsplatz liegt meist vor der Haustüre, beschwerliche Wege sind seit der Uni rar.
Oft sind es leider Staatsdiener, die bei Ausbauten von Verkehrswegen etc. Blockieren, Regulieren und Verhindern:
Die Lokalbahn Waging-Traunstein im Gemeindegebiet des Grünen (noch) Bürgermeisters Daxenberger ist ein Beispiel für ökologische Nahverkehrspolitik: Die meisten Fahrgäste sind Schüler, deren Fahrkarten das Landratsamt und damit der Steuerzahler finanziert. Sozusagen eine „verdeckte“ Subvention. Fahrzeitmäßig für Berufstätige eine absolut unrentable Verbindung. Zugeben würde das natürlich niemand.
Autofahren weiter zu verteuern, um die Leute auf die Bahn zu „zwingen“. Gerade die Öko-Parteien Blockieren andere Alternativen: Modernisieren, Ausbauen, Fahrzeiten verkürzen!
Der Horror vieler Bürger, die tägliche Fahrt im ÖPNV, in Verkehrsmitteln, die teilweise fast so alt sind, wie meine Eltern, davon ist leider nichts zu hören! Selbst der modernisierte Fuhrpark der Südostbayernbahn enthält weiterhin viele „fünfzig-jährige“ Zugwagons. Von dem „Geläuf“ auf dem Gefahren wird, ganz zu schweigen…
Man stelle sich nur vor, die Bürgerinnen und Bürger würden mit Pkws aus dieser Zeit umherfahren!
Anstatt Bus-Systemen wurden mir, als jungem Menschen beim Hausbau, schaltbare Steckdosen-Leisten von einem Ökologen empfohlen (mein „Berater“ war ein ÖDP/ler aus dem Landsberger Raum!), da frage ich mich, ob diese Parteien nur durch „Zwang“, unmoderne Techniken und Preiserhöhungen zum Klimaschutz beitragen wollen?
Ausbildungsplätze, Arbeitsplätze bringen uns keine 68/er Ansichten! Auch Energiesparen muss nicht immer „Verzicht“ bedeuten!
Wenn ich Hr. Retzer als Beispiel nehme stelle ich fest, dass dieser weder
eine vernünftigere Anbindung nach München braucht, noch zum Flughafen.
Er persönlich benötigt wohl auch keinen wirtschaftlichen Aufschwung,
keine Autobahn,
keine schnellere Bahn.
Wollen diese Leute wirklich mit der Politik des 1. grünen Bürgermeisters in Bayern fortfahren, keinen Arbeitsplatz vor Ort schaffen - aber gegen Neu- und Ausbauten schimpfen, Kürzungen (Pendlerpauschale) unterstützen, Benzinpreiserhöhungen fordern etc. pp.
Ich wünsche deren eigenen Kindern nicht "das Lebens-Glück", keinen Job in der Region zu bekommen, weil der Papa auch keinen „Verbesserungsbedarf“ gesehen hat - mein Vater macht diese Erfahrung „gerade auch“...
Einige Zeitgenossen dieser Spezies, die ich etwas weiter südlich von Mühldorf in meinem Leben kennenlernen durfte, fahren einmal im Jahr zum „Jahresweltausflug“ nach München, da werden Bahnfahrten zum „Blumenpflücken“, die Fahrt durch die Landschaft, zum Genuss (Hauptversammlung des „Bürgerfreundlichen Bahnkonzepts Kirchanschöring“: Nüchterne Perspektive auf Bahnausbau nach Salzburg http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-18467923&Ressort=wio&BNR=0 ).
Wer jedoch täglich dieses Schicksal auf sich nehmen „darf“, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können und ganz nebenbei noch fleißig Einkommens-, Öko- (Bahndiesel), Mehrwert- (Bahn-Ticket) und andere Steuern bezahlt, sieht das evtl. anders.

Der Transrapid hat für unsere Region sehr wohl eine Bedeutung: So lange die „Walpertskirchener Spange“ (http://www.airportbahn.de ) nicht gebaut wird, wäre der Flughafen München auf alle Fälle besser erreichbar, als mit den jetzigen S-Bahnen und auch einer „Express- S- Bahn“! Hunderte wenn nicht tausend Pendler nehmen jetzt bereits täglich den Weg von Südostbayern zum Münchner Airport auf sich. Meist mit dem Pkw.
Die Frage nach dem „warum“ dürfte sich wohl erübrigen.
Da die EU nun die Zuschüsse für die Elektrifizierung unserer Bahnstrecke abgelehnt hat, aufgrund mangelnder Planungen, gibt es auch keine Flughafen-Anbindung in naher Zukunft, weil diese von der Elektrifizierung abhängig ist.
Dass eine Express- S- Bahn gerade die dringend notwendigen Verbesserungen im Bahnausbau Richtung Südostbayern gefährdet, wohlgemerkt derzeitige „Nahverkehrsprojekte“, dadurch künftig auch Arbeitsplätze in Burghausen etc., ist Fakt.
Auch wenn es viele von Freilassing über Traunstein bis Mühldorf/Altötting noch nicht wahrhaben (sehen!) wollen und keiner laut darüber spricht.

Im Übrigen - Herr Retzer, könnten Sie das Internet als "Bürger" (mehr bin ich auch nicht) Nutzen, um sich zu informieren, da werden Sie, nach längeren Recherchen Folgendes feststellen:
So lange die hiesige Anbindung gen München nicht fest in die Fernverkehrspläne von EU und Bund integriert wird (http://www.magistrale.org ), bleibt es so, wie es ist bzw. wie der Bundesverkehrsminister Tiefensee (SPD) vor der SPD- Regional- Konferenz im vergangenen Jahr in Mühldorf zum Besten gegeben hat:
Bahnausbau - München - Mühldorf - Salzburg (– Wien) ERST, wenn wirklich nötig (Fertigstellung des Brenner-Basis-Tunnels; auf keinen Fall vor 2015). Quelle: Der Bedarfsplan 2015+ über die „Bewertung von Investitionen zum Ausbau deutscher Eisenbahnstrecken im Zulauf zur NEAT“, erstellt von der BVU Beratergruppe Verkehr und Umwelt GmbH im Auftrag des Bundesverkehrministeriums.

Zuerst hieß es, dass es für die Jahre 2007 bis 2013 von Seiten des Bundes (Tiefensee/ SPD) versäumt wurde, EU-Fördermittel für den Ausbau zu beantragen. Die SPD hat nun klargestellt, dass die EU die Anträge auf diese TEN- Mittel abgelehnt hat, wohlgemerkt wegen „mangelnder Planungen“!
Kein Wunder, so lange es immer noch einige gibt, die an der Realität vorbei Politisieren.
Es scheint viele Politiker zu geben, denen die Infrastruktur in Südostbayern egal ist/ sein kann…

www.michael-wengler.de