Nachrichten aus Bayern

Gesellschaft 16.04.2008

Zeckenschutz überprüfen und auffrischen lassen

Die Land- und forstwirtschaftliche Krankenkasse empfiehlt: Schutzimpfungen können insbesondere Säuglinge, Kinder und Jugendliche vor verschiedenen schweren Krankheiten bewahren und verhindern deren Ausbreitung. Damit die Wirksamkeit einer Impfung erhalten bleibt, ist es jedoch notwendig, in regelmäßigen Abständen nach oder auch neu zu impfen.

So muss zum Beispiel eine FSME-Impfung zum Schutz vor Gehirnhautentzündung bei einem Zeckenstich nach drei bis fünf Jahren aufgefrischt werden. Jedes Jahr neu sollte man sich zum Schutz vor dem jeweils aktuellen Grippe-Erreger impfen lassen. Die Kosten für die meisten Impfungen, die von der ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden, tragen die gesetzlichen Krankenkassen. Es fällt dann auch keine Praxisgebühr an.

Vom Arzt gründlich beraten lassen

Natürlich ist eine Impfung immer eine Risiko-Nutzen-Abwägung. Lassen Sie sich deshalb von Ihrem Arzt gründlich beraten, welche Impfungen für Sie und Ihre Familie notwendig und sinnvoll sind. Er berät Sie auch ausführlich über mögliche
Impfreaktionen sowie über mögliche Nebenwirkungen oder Komplikationen. Der Nutzen der von der STIKO empfohlenen Impfungen überwiegt das Risiko bei Weitem, besonders bei den jetzt wieder anstehenden Schutzimpfungen gegen FSME. Die gefährliche Krankheit wird vor allem durch Zecken übertragen, die bereits wieder aktiv sind!

Das empfiehlt die ständige Impfkommission

Die STIKO empfiehlt für alle Säuglinge und Kleinkinder Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ b, Hepatitis B, spinale Kinderlähmung, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken sowie gegen Pneumokokken und Meningokokken.

Neben den notwendigen Auffrischungen zu den genannten Terminen können für Jugendliche und Erwachsene je nach Gefährdung zusätzliche Impfungen zum Beispiel gegen Influenza, gegen FSME (Frühsommermeningoencephalitis) und gegen Gebärmutterhalskrebs wichtig sein.

(re)