Nachrichten aus Bayern

CSU Kreisverband Altötting 07.05.2008

10 Jahre Schleierfahndung Burghausen

Burghausen (mjs). Seit 10 Jahren sind die Schleierfahnder in Bayern tätig, ebenso lang besteht die Dienststelle Fahndung in Burghausen. Der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion Traunstein, Polizeioberrat Kirchleitner, hat Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner anlässlich dieses Jubiläums eingeladen, sich von der Arbeit der Fahnder vor Ort zu überzeugen. ,,Über 110.000 Straften konnten die bayerischen Fahnder aufklären, seitdem wir am 1. April 1998 an Bayerns Südgrenze mit der Schleierfahndung begonnen haben. Das beweist: Die Integration der damaligen Grenzpolizei in die bayerische Landespolizei war der richtige Schritt", so Kirchleitner. ,,Die Fahnder haben den Sicherheitsstandard in Oberbayern trotz des Wegfalls der Grenzkontrollen weiter ausgebaut. Bedenken mancher Anwohner, sie selbst könnten zur Zielscheibe der Fahnder werden, konnten wir schnell zerstreuen", so Kirchleitner weiter.
Bis kurz vor Mitternacht machte sich MdL Heckner auf einer Tour mit Martin Hammerl, dem Leiter der Burghauser Dienststelle Fahndung, selbst ein Bild von der Arbeit der Fahnder. Hammerl demonstrierte der Abgeordneten, welche leistungsstarken Fahrzeuge und technischen Geräte bei der Fahndung zum Einsatz kommen. ,,Geräte, mit denen wir Dokumente auf ihre Echtheit überprüfen oder Fingerabdrücke blitzschnell abgleichen können, erleichtern uns die Arbeit erheblich", erklärte der Polizeihauptkommissar. Hammerl wies aber auch auf die immensen Anforderungen der Fahndungsarbeit hin. ,,Trotz der Alltagsroutine im Schichtdienst müssen wir immer hochkonzentriert sein. Die Eigensicherung hat oberste Priorität: Man weiß nie, wen man vor sich hat", so Hammerl.
Heckner, die die Politik der CSU-Landtagsfraktion in Fragen des öffentlichen Dienstes maßgeblich mitgestaltet, sagte zu, man werde die besonderen Belastungen durch Fahndungs- und Schichtarbeit bei der Erhöhung der Lebensarbeitszeit - Stichwort Rente mit 67 - berücksichtigen. Den Fahndern dankte sie für zehn erfolgreiche Dienstjahre, die die Schleierfahndung zum europäischen Erfolgsmodell gemacht hätten. ,, Zahlreiche Bundesländer und anderen europäische Staaten haben dieses Modell inzwischen übernommen, außerdem wird es seit Dezember letzten Jahres auch an der bayerisch-tschechischen Grenze praktiziert. Nur dank der Schleierfahndung konnte es uns gelingen, in einem Europa der offenen Grenzen die Freiheit zu gewinnen ohne die Sicherheit zu verlieren", so die Landtagsabgeordnete.

(msc)