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Redaktion
Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf a.Inn
Politik 08.05.2008
CSU: Einstimmiges Votum für stellvertretende Landrätin Eva Köhr
Am kommenden Freitag, 9. Mai, wird in der konstituierenden Sitzung des Kreistags der stellvertretende Landrat des Landkreises Mühldorf a. Inn gewählt.
Bei den Kommunalwahlen im März hat die CSU ihre absolute Mehrheit im Mühldorfer Kreistag verloren. Grund genug für die UWG und WGW den Posten des stellvertretenden Landrats für sich zu beanspruchen.
,,Selbstverständlich stehe ich für dieses Amt zur Verfügung, nachdem ich das Votum meiner Fraktion einstimmig bekam" sagte uns die amtierende stellvertretende Landrätin Eva Köhr (CSU), auf unsere Frage ob sie wieder für dieses Amt zur Verfügung steht.
Auf das Amt zu verzichten, aufgrund der geänderten Mehrheitsverhältnisse im Landkreis Mühldorf a. Inn hingehen kann sie sich nicht vorstellen. ,,Die CSU ist nach wie vor die stärkste Fraktion, warum sollte sie auf das Amt verzichten?" so Eva Köhr. ,,Außerdem", so Eva Köhr weiter ,,denke ich, haben mir die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises großartig bei der Kommunalwahl das Vertrauen geschenkt. Ich erreichte nach den Mandatsträgern die meisten Stimmen in der CSU, das sind immerhin fast 29.000 - im Gegensatz zu meinem Mitbewerber mit 15.000 Stimmen. Ich denke, das ist eine klare Aussage der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, dass ich sie in den letzten 6 Jahren von meiner Arbeit überzeugte und sie mir das Votum für die weitere Amtszeit geben."
Herausforderer Peter Huber (UWG) argumentiert, dass ihn immerhin mehr als jeder fünfte bei der Landratswahl gewählt habe und er könne sich auf die beiden unabhängigen Gruppierungen stützen kann, die fast ein Viertel der Wähler repräsentieren. Peter Huber: ,,Eine deutliche Mehrheit der Wählerinnen und Wähler hat sich bei der Wahl nicht für die CSU entschieden und ihr somit den Verlust der absoluten Mehrheit beschert. Das Ergebnis zeigt, dass ein stärkeres Gegengewicht zum Landrat durch den Kreistag gewünscht wurde."
Huber sieht eine Verschiebung der Interessenlage innerhalb der Bevölkerung, eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse zu Gunsten der Unhabhängigen. Huber ,,Dem gilt es Rechnung zu tragen."
Zweitstärkste Partei ist nach wie vor die SPD. Wir wollten von Peter Huber wissen, wie er den Anspruch von UWG und WGW nach der Position des stellvertretenden Landrats begründe:
,,Die UWG und die WGW haben auf ihren Aufstellungsversammlungen einen gemeinsamen Landratskandidaten nominiert. Sie sind eine Listenverbindung eingegangen" so Peter Huber. ,,Bei der Kommunalwahl wurden auch gemeinsame Veranstaltungen abgehalten. Seit der Kommunalwahl wurden mehrere gemeinsame Fraktionssitzungen abgehalten. Beide Gruppierungen wollen zukünftig noch besser zusammenzuarbeiten und die Linie abstimmen. Die Ziele und die Satzungen sind ähnlich; es gibt allerdings regionale Schwerpunkte.
Gemeinsam - und das sehen sowohl UWG als auch WGW - verfügen die freien und unabhängigen Kräfte über 14 Kreistagssitze."
Und gibt Huber zu bedenken: ,,Nachdem es um die Wahl zum stellvertretenden Landrat geht, sollte auch das Ergebnis bei der Landratswahl nicht ganz außer Acht gelassen werden, wenn über Kräfteverhältnisse gesprochen wird."
Gespräche so sagte uns Peter Huber seien mit allen Parteien und Gruppierungen geführt worden. Er sehe der geheimen Wahl mit Interesse entgegen: ,,Vor allem auch deshalb, weil ja bis auf die CSU im Wahlkampf alle erklärt haben, die absolute Mehrheit der CSU brechen zu wollen."
Einer braucht um seinen Posten nicht zu fürchten, Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch, ihn wollen alle unterstützen. Bleibt abzuwarten, wen er und die SPD unterstützen wird.
Am Freitag entscheiden 60 Kreisräte wer stellvertretender Landrat im Landkreis Mühldorf a. Inn wird.
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