Nachrichten aus Bayern
Gesellschaft 18.07.2008
Beckstein überreicht Wissenschaftspreis "Papst Benedikt XVI."
Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein hat gestern in der Bibliothek der Universität Regensburg erstmals den "Papst Benedikt XVI.-Forschungs- und Wissenschaftspreis" verliehen. Die Ausschreibung dieses Preises für hochrangige wissenschaftliche Arbeiten mit Bezug zum wissenschaftlichen Werk des Papstes ist ein Geschenk der Staatsregierung an den Heiligen Vater zu seinem 80. Geburtstag. Besonders würdigte Beckstein die universelle Rolle der Theologie als Mutter der Wissenschaft und ihre herausragende Bedeutung für die Entstehung und Entwicklung der Universitäten in Europa. Beckstein: "Gerade in der heutigen Zeit der Globalisierung und des technologischen Fortschritts gewinnen auch die existenziellen Fragen immer größere Bedeutung. Soziale Gerechtigkeit, Wertediskussion, Lebensschutz, Umwelt- und Klimaschutz - diese und viele andere Themen haben eine ethische, moralische und auch religiöse Dimension. Um uns solchen Herausforderungen zu stellen, brauchen wir ein tragfähiges Wertefundament. Und dieses Fundament schafft die Theologie. Damit ist sie gestern wie heute eine Wissenschaft für alle Menschen, die - wie Papst Benedikt es ausdrückt - den Menschen hilft zu leben."
Die ersten Preisträger des Papst Benedikt XVI.-Wissenschaftspreises sind der evangelische Theologe Prof. Dr. Martin Meiser, Professor für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg sowie Dr. Florian Bruckmann, wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Mit dem Preis ausgezeichnet werden Arbeiten, die höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügen und sich mit Fragestellungen beschäftigen, die dem Papst und seiner theologischen Reflexion besonders wichtig sind. Die Federführung für die Auswahl hat die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Regensburg übernommen, an der Papst Benedikt gelehrt hat. Mit der Entscheidung für zwei Preisträger, einen katholischen und einen evangelischen Theologen, wird deutlich, dass die zentralen Fragestellungen des Papstes von hoher ökumenischer Relevanz sind.