Auf einen Blick:
Arbeitslosenzahl Januar 2012 + 1.999 auf 7.787
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich - 807
Arbeitslosenquote Januar 2012 4,3 Prozent
Arbeitslosenquote im Vorjahresvergleich 4,8 Prozent
Bestand offene Stellen Januar 2012 1.336
Bestand offene Stellen im Vorjahresvergleich + 149
Die Zahl der Arbeitslosen steigt saisonbedingt stark an. Die Arbeitslosenquote ist mit 4,3 Prozent um 1,1 Prozent höher als im Dezember, jedoch deutlich niedriger als noch vor einem Jahr.
Die Stellenzugänge sinken, da Saisonbetriebe derzeit keine Arbeitnehmer einstellen.
Der Stellenbestand sinkt ebenfalls, ist im Vergleich zum Vorjahr jedoch weiterhin hoch: die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften kann in einigen Branchen nach wie vor kaum gedeckt werden.
Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Pfarrkirchen
Das kalte Winterwetter hat dem Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, einen kräftigen Anstieg der Arbeitslosigkeit beschert: die Anzahl der Arbeitslosen ist jahreszeitlich bedingt auf 7.787 angestiegen. Das sind 1.999 Arbeitslose (35 Prozent) mehr als im Dezember. Gegenüber dem Januar 2011 ist die Arbeitslosigkeit dennoch um neun Prozent (807 Personen) niedriger. 4.444 Personen (Vormonat: 2.783) werden von der Agentur für Arbeit betreut, 3.343 (Vormonat: 3.005) Menschen von den Jobcentern.
Die Arbeitslosenquote ist mit 4,3 Prozent um 1,1 Prozent höher als im Dezember, jedoch deutlich niedriger als im Januar 2011 (4,8 Prozent).
,,Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten ist üblich und überwiegend auf vorrübergehende Entlassungen im Bauhaupt- und Baunebengewerbe zurückzuführen", kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, die neuen Arbeitsmarktzahlen. Dass die Arbeitslosigkeit jedoch niedriger ist als vor einem Jahr, erklärt die Agenturchefin wie folgt: ,,Wie auch im letzten Jahr wurde das Saisonkurzarbeitergeld rege in Anspruch genommen. Bisher haben 213 (Vorjahr: 205) Betriebe aus dem Baugewerbe, dem Dachdeckerhandwerk und dem Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Saisonkurzarbeitergeld für die Schlechtwetterzeit von 01.12.2011 bis 30.03.2012 angemeldet. Damit konnten Kündigungen für insgesamt 1.597 (1.555) Arbeitnehmer vermieden werden. Außerdem ist die konjunkturelle Lage weiterhin so stabil, dass einige Betriebe sogar ganz auf saisonbedingte Entlassungen verzichten können".
Die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt, also die Zu- und Abgänge von Arbeitslosen, stellt sich im Detail wie folgt dar: Im Januar meldeten sich 3.371 Personen arbeitslos, das sind 1.340 (66 Prozent) mehr als im Dezember 2011, aber neun Prozent (324 Personen) weniger als im Januar 2011. Gleichzeitig beendeten 1.378 Personen ihre Arbeitslosigkeit, im Vergleich zum Januar 2011 sind dies um 16 Prozent (263 Personen) weniger.
1.663 Frauen und Männer waren im Januar ein Jahr und länger ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos, dies sind 93 Personen (sechs Prozent) mehr als im Vormonat. Gut zwei Drittel der Langzeitarbeitslosen (1.262 Personen) waren bei den Jobcentern gemeldet. Gegenüber Januar 2011 ist ein Rückgang um 160 Personen oder neun Prozent festzustellen.
Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, hat sich - ebenso wie die Gesamtzahl der Arbeitslosen - saisonbedingt erhöht, jedoch nicht unverhältnismäßig. 2.519 Ältere (Dezember: 2.012) waren im Januar arbeitslos gemeldet, dies entspricht einem Anstieg von 25 Prozent (Gesamtanstieg der Arbeitslosigkeit: 35 Prozent). Gegenüber Januar 2011 ist die Arbeitslosigkeit Älterer auf Grund der allgemein guten Arbeitsmarktlage und den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit und der Jobcenter um 200 Personen (sieben Prozent) gesunken. Die Älteren stellen jedoch weiterhin einen hohen Anteil (32 Prozent) an der Gesamtarbeitslosigkeit. ,,Es muss nach wie vor alles daran gesetzt werden, auch ältere Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Hier gilt unser Appell nicht zuletzt den Arbeitgebern", betont Jutta Müller.
Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist gegenüber dem Vormonat um 300 (46 Prozent) gestiegen und umfasst aktuell 960 Personen. Der Anstieg ist hauptsächlich auf Entlassungen in den Außenberufen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes zurückzuführen. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist die Arbeitslosigkeit der Jüngeren um 76 Personen oder sieben Prozent zurückgegangen; ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt - wie im Januar 2011 - zwölf Prozent.
Der Bestand an offenen Stellen im Agenturbezirk Pfarrkirchen ist im Januar mit 1.336 Stellen geringfügig gesunken. Im Vormonat waren noch 1.354 freie Stellen gemeldet, also um 18 (ein Prozent) mehr. Im Vergleich zum Januar 2011 ist ein Anstieg um 149 Stellen zu verzeichnen. Damit sind aktuell 13 Prozent mehr Stellen im Bestand als noch vor einem Jahr.
Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Januar wurden insgesamt 484 freie Stellen gemeldet, dies sind um 150 Stellen (24 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Januar 2011 waren es um 14 Stellen (drei Prozent) weniger. Die Agenturchefin erläutert: ,,Die Stellenzugänge und der Bestand an offenen Stellen sind, wie zu dieser Jahreszeit üblich, leicht gesunken. Im Vergleich zu 2011 bleibt der Stellenbestand jedoch weiterhin hoch. Vor allem in der Metall- und Elektrobranche, den Gesundheits- und Pflegeberufen sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe ist der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften nach wie vor groß". Jutta Müller appelliert an die Betriebe, auch älteren Arbeitnehmern, Personen mit formal geringerer Qualifizierung oder Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben:
,,Unternehmen sind gut beraten, auch alternative Wege zur Mitarbeitergewinnung einzuschlagen. Bewerber mit Handicap sind - richtig eingesetzt - nicht weniger leistungsfähig. Sie stellen vielmehr ein Potential dar, dem mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf mehr Aufmerksamkeit zukommen muss."
Zusätzlich zu den 7.787 registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen weitere 2.641 Personen. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen insbesondere die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind (wie z. B. in Krankheit oder in vorruhestandsähnlichen Regelungen) und insoweit den Arbeitsmarkt entlasten. Damit wird ein vollständigeres Bild über die Zahl von Menschen mit Problemen am Arbeitsmarkt sowie über das Ausmaß fehlender regulärer Beschäftigung gezeichnet. Die Unterbeschäftigung zählt insgesamt 10.428 Personen.
Regionale Daten: Hauptagentur Pfarrkirchen mit Jobcenter Rottal-Inn (Landkreis Rottal-Inn)
Wegen des überwiegend frostfreien Wetters zum Ende des letzten Jahres erfolgten die im Winter üblichen Entlassungen im Baubereich in großem Umfang erst im Januar. Mit insgesamt 2706 Arbeitslosen waren gegenüber dem Vormonat um 912 Personen (51 Prozent) mehr gemeldet. 66 Prozent aller erwerbslosen im Rottal sind Männer, 34 Prozent Frauen. Gegenüber 2011 ist die Anzahl der Arbeitslosen um 406 oder 13 Prozent gesunken. Es waren fast ausschließlich Beschäftigte aus dem Baugewerbe und den witterungsabhängigen Außenberufen, die zum Anstieg der Arbeitslosigkeit beigetragen haben. Die Arbeitslosenquote ist von 2,9 Prozent im Dezember auf 4,4 Prozent im Januar gestiegen, mithin ebenso wie im Vorjahr um 1,5 Prozent.
Beim Kundenkreis der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III) hat sich die Arbeitslosigkeit gegenüber Dezember 2011 mit einem Anstieg von 825 (plus 93 Prozent) nahezu verdoppelt und zählt nun 1.709 Personen. Jutta Müller erläutert: ,,Durch die hohe Winterarbeitslosigkeit wird deutlich, wie witterungsabhängig die Beschäftigungssituation im Landkreis Rottal-Inn ist. Neben zahlreichen Betrieben aus dem Bau- und Baunebengewerbe werden auch viele Arbeitnehmer aus den Kurbetrieben sowie den Hotels und Gaststätten im Bäderdreieck im Winter saisonbedingt entlassen." Einen weit geringeren Anstieg hat das Jobcenter Rottal-Inn zu verzeichnen.
Mit 997 Personen sind um 87 Personen (zehn Prozent) mehr gemeldet als im Dezember 2011. Hauptgrund für den Anstieg im SGB II - Bereich sind zahlreiche saisonale Kurzbeschäftigungen, wie z.B. in der Kalender- oder Plätzchenproduktion, die im Dezember ausgelaufen sind. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Rückgang um neun Prozent (104 Personen) festzustellen. Im Vergleich zu 2011 ist die Arbeitslosigkeit jedoch aktuell insgesamt um 13 Prozent (406 Personen) niedriger. Auch die Arbeitslosenquote lag im Januar 2011 mit 5,0 Prozent deutlich über dem aktuellen Wert. ,,Dies zeigt uns, dass die Stabilität der Konjunktur unter dem Wintereinbruch nicht in großem Umfang beeinträchtigt wird", so Jutta Müller.
483 Arbeitslose waren länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. Damit stieg der Umfang der Langzeitarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um rund acht Prozent (36 Personen) an. Zum Januar 2011 ergab sich jedoch eine Verringerung um sechs Prozent (31 Personen). Bei der Agentur für Arbeit in Pfarrkirchen haben die Langzeitarbeitslosen einen Anteil von sieben Prozent, bei dem Jobcenter Rottal-Inn einen Anteil von 37 Prozent.
Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, hat sich - ebenso wie die Gesamtzahl der Arbeitslosen - saisonbedingt erhöht. 875 Ältere (Dezember: 627) waren im Januar arbeitslos gemeldet, dies entspricht einem Anstieg von 40 Prozent (Gesamtanstieg: 51 Prozent). Gegenüber Januar 2011 ist auf Grund der allgemein guten Arbeitsmarktlage und den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit ein Rückgang der Arbeitslosigkeit Älterer von 66 Personen (sieben Prozent) festzustellen. Die Älteren stellen jedoch weiterhin einen hohen Anteil (32 Prozent) an der Gesamtarbeitslosigkeit.
Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist gegenüber dem Vormonat um 147 (64 Prozent) gestiegen und umfasst aktuell 376 Personen. Der Anstieg ist hauptsächlich auf Entlassungen in den Außenberufen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes zurückzuführen. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist die Arbeitslosigkeit der Jüngeren um 65 Personen oder 15 Prozent zurückgegangen; ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt nun 14 Prozent.
Der Bestand an offenen Stellen ist im Vergleich zum Vormonat gesunken. Mit 479 an der Zahl sind es um 16 Stellen (drei Prozent) weniger als im Dezember. Jedoch sind weiterhin 37 Prozent (129 Stellen) mehr Stellen im Bestand als im Januar 2011. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden.
Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Januar wurden 156 Stellen gemeldet, dies sind um 33 Prozent (78 Stellen) weniger als im Vormonat. Im Vorjahr war exakt dieselbe Anzahl an Stellengzugängen zu verzeichnen. Die aktuellen Zugänge resultieren hauptsächlich aus Meldungen des verarbeitenden Gewerbes, dem Handel, dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie der Dienstleistungsbranche.
Regionale Daten: Geschäftsstelle Altötting mit Jobcenter Altötting (Landkreis Altötting)
Im Landkreis Altötting ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar saisonbedingt auf 2.578 Personen gestiegen, dies sind 564 Personen (28 Prozent) mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ist von 3,4 Prozent auf aktuell 4,4 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Januar 2011 ist die Anzahl der Arbeitslosen um 52 Personen (zwei Prozent) zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote lag damals bei 4,5 Prozent. ,,Die nahezu identische Arbeitslosenquote in den Monaten Januar 2011 und 2012 ist in gewisser Weise Signal der sich kurzzeitig abschwächenden Dynamik im Landkreis Altötting", so Jutta Müller. Im Januar meldeten sich 1.037 Frauen und Männer arbeitslos, im gleichen Zeitraum konnten 479 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Somit haben sich 29 Menschen (drei Prozent) weniger arbeitslos gemeldet als im Januar 2011, jedoch konnten 94 Personen weniger (16 Prozent) ihre Arbeitslosigkeit beenden. 1.451 Arbeitslose waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 1.127 beim Jobcenter.
541 Personen waren im Januar länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Dies sind acht Prozent (39 Personen) mehr als im Vormonat. Im Vergleich zu Januar 2011 sind jedoch fünf Prozent (31 Personen) weniger Langzeitarbeitslose gemeldet. Gut zwei Drittel (355 Personen) werden vom Jobcenter Altötting betreut.
Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, hat sich - ebenso wie die Gesamtzahl der Arbeitslosen - saisonbedingt erhöht. 851 Ältere (Dezember: 711) waren im Januar arbeitslos gemeldet, dies entspricht einem Anstieg von 20 Prozent (Gesamtanstieg: 28 Prozent). Gegenüber Januar 2011 ist auf Grund der allgemein guten Arbeitsmarktlage und den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit und der Jobcenter ein Rückgang der Arbeitslosigkeit Älterer von 48 Personen (fünf Prozent) festzustellen. Die Älteren stellen jedoch weiterhin einen hohen Anteil (33 Prozent) an der Gesamtarbeitslosigkeit.
Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist gegenüber dem Vormonat um 74 (33 Prozent) gestiegen und umfasst aktuell 300 Personen. Ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt nun zwölf Prozent. Der Anstieg ist hauptsächlich auf Entlassungen in den Außenberufen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes zurückzuführen. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist die Arbeitslosigkeit der Jüngeren um neun Personen oder drei Prozent gestiegen. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass Leiharbeitsfirmen aktuell zurückhaltender einstellen, beziehungsweise zum Teil bereits Mitarbeiter entlassen mussten. Dies trifft vor allem junge Arbeitnehmer und Berufsanfänger.
Der Stellenbestand im Landkreis Altötting ist mit 373 offenen Stellen gegenüber dem Vormonat um 24 Stellen (sechs Prozent) gesunken. Im Vergleich zum Januar 2011 sind acht freie Stellen (zwei Prozent) mehr im Bestand zu verzeichnen. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Januar wurden 142 freie Stellen gemeldet. Dies sind um 67 Stellen oder 32 Prozent weniger als im Dezember. Im Januar 2012 wurden 23 (14 Prozent) weniger Stellenzugänge registriert. ,,Im Unterschied zu den Landkreisen Mühldorf und Rottal-Inn hat sich die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr nur marginal verbessert, die Stellenzugänge sind leicht rückläufig. Dies sind Anzeichen für eine kurzzeitige Abschwächung der Konjunktur auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Altötting", erläutert Jutta Müller. Die Stellenmeldungen kamen überwiegend aus dem verarbeitenden Gewerbe sowie aus der Dienstleistungsbranche.
Regionale Daten: Geschäftsstelle Mühldorf mit Jobcenter Mühldorf (Landkreis Mühldorf)
Im Landkreis Mühldorf ist die Arbeitslosigkeit im Januar saisonbedingt stark gestiegen. Mit 2.503 Arbeitslosen sind gegenüber dem Vormonat 523 Personen (26 Prozent) mehr registriert. Die Arbeitslosenquote ist von 3,4 Prozent im Dezember auf aktuell 4,3 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist hingegen ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 349 Personen (zwölf Prozent) zu verzeichnen. Im Januar 2011 betrug die Arbeitslosenquote noch 4,9 Prozent. 968 Personen meldeten sich im Januar arbeitslos, dies sind 308 Personen oder 47 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 449 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, dies sind 66 Personen (13 Prozent) weniger als im Januar 2011.
639 Personen waren im Januar länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat sind dies um 18 Personen (drei Prozent) mehr, gegenüber Januar 2011 ist jedoch ein Rückgang um 98 Personen oder 13 Prozent zu verzeichnen. Der weitaus überwiegende Teil der Langzeitarbeitslosen (536 Personen) wird vom Jobcenter Mühldorf betreut.
Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, hat sich - ebenso wie die Gesamtzahl der Arbeitslosen - erhöht. 793 Ältere (Dezember: 674) waren im Januar arbeitslos gemeldet, dies entspricht einem Anstieg von 18 Prozent (Gesamtanstieg: 26 Prozent). Gegenüber Januar 2011 ist die Arbeitslosigkeit Älterer auf Grund der allgemein guten Arbeitsmarktlage und den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit und der Jobcenter um 86 Personen (zehn Prozent) zurückgegangen. Jedoch stellen die Älteren weiterhin einen hohen Anteil (32 Prozent) an der Gesamtarbeitslosigkeit.
Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist gegenüber dem Vormonat um 79 (39 Prozent) gestiegen und umfasst aktuell 284 Personen. Ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt elf Prozent. Der Anstieg ist hauptsächlich auf Entlassungen in den Außenberufen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes zurückzuführen. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist die Arbeitslosigkeit der Jüngeren um 20 Personen oder sieben Prozent gesunken.
Der Stellenbestand im Landkreis Mühldorf ist im Januar 2012 um 22 (fünf Prozent) auf nun 484 freie Stellen im Bestand gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind 12 Stellen (drei Prozent) mehr im Bestand. Der Fachkräftebedarf im Landkreis Mühldorf bleibt demnach hoch. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Januar wurden in der Geschäftsstelle Mühldorf 186 Stellenzugänge gemeldet. Dies sind fünf Stellen oder drei Prozent weniger als im Vormonat, jedoch neun Stellen (fünf Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Stellenzugänge kommen vor allem aus dem Bereich des verarbeitenden Gewerbes, aber auch aus dem Handel
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